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opfern 2011

Was wäre ein Theaterfestival ohne eine anständige Opferung zu Beginn?

Haenni/ Reifler/ Küchler machen sich auf die Suche nach einem geeigneten Opfer.

Und ja, sie übernehmen die Verantwortung.

Ganz in der Tradition antiker Theaterfeste zu Ehren des Dionysos gehört doch eigentlich die rituelle Tötung eines Opfertiers an den Anfang jedes Dramenwettstreites. Schliesslich muss man sich der Wohlgesinntheit des Theatergottes versichern, der einem den Erfolg beschert.
Aber wie um Himmels Willen stellt man so etwas heute an, wenn man sich vor Blut und rohem Fleisch ekelt? Wenn man keine Lust hat, sich im Stil der 60er Jahre seinen Urtrieben auszusetzen und archaisch im Blut zu baden? Wenn man sowieso kein Budget für einen Stierkauf, eine Vegetarierin im Team und den Tierschutz im Nacken hat? Wie zum Teufel fühlt sich göttliche Kommunikation an? Und auch die Sache mit der rituellen Gemeinschaft und der Limen-Situation hat in der Theorie irgendwie spannender und einfacher geklungen.


Konzept und Performance: Julia Haenni, Micha Küchler, Thea Reifler


24. Juli 2011 Kulturfestival “Städtische Dionysien”
24. November 2012 Zwischennutzung RAST geht Kurzweg, Wylerstrasse 109, Bern